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Stehende Ovationen beim Frühjahrskonzert der Bläserphilharmonie.

Blaustein. Die Bläserphilharmonie der Stadt Blaustein bestritt auch das diesjährige Frühjahrskonzert unter dem Motto „Competition & Musical“ zusammen mit dem Jugendorchester im restlos ausverkauften Kornhaus.

Von Martin Sommer

Mit James Swearingen und der „Jubilance Overture“ gelang dem Jugendorchester unter der Leitung von Christoph Michl als Gastdirigent der prunkvolle Einstieg in das Konzert. Die strahlenden Melodien die von den jungen Musikern gefühlvoll präsentiert wurden, stimmten das Publikum ideal für das Konzert ein. Der 1999 geborene Christoph, Schüler der Dirigierklasse von Manuel Epli, zeigte hierbei welch große Fortschritte er seit seinem ersten Auftritt im Dezember 2014 gemacht hat.

Mit „König der Löwen“ von Hans Zimmer und ihrem Dirigenten Martin Sommer, zeigte das Jugendorchester durch die große Differenziertheit in Dynamik und Klang, welch großes Talent im Nachwuchs der Bläserphilharmonie schlummert. Das Publikum bedankte sich dafür mit starkem Applaus.

Nach einer kleinen Umbaupause eröffnete die Bläserphilharmonie mit der Jupiter Hymne von Gustav Holst unter der Leitung von Manuel Epli ihren Teil des Abends und ließen vom ersten Ton an keinen Zweifel an der Qualität des folgenden Konzertes. Mit der Suite für Harmonieorchester von Bob Vos wurde der „Competition“-Part eingeläutet. Das Pflichtstück für den Landesorchesterwettbewerb 2015, der im Mai in Karlsruhe stattfindet, besticht in seinen vier Sätzen vor allem durch seine dynamische Differenziertheit und intonatorischen Tücken, die das Orchester gekonnt und auf den Punkt umsetzen konnte.

Das unserem treuen Publikum bereits bekannte Derivations von Marco Pütz entlockte auch dieses Mal den Konzertbesuchern begeisterte Ausrufe und tosenden Applaus. Die geschickte Komposition des Luxemburgers Pütz steigert sich vom perfekt gespielten Eingangsmotiv (Lukas Lecheler, Trompete) zu einem fulminanten Tutti-Schluss der geprägt ist von Tempo, Technik und Dynamik. Nicht zu vergessen sind die emotionalen Solo-Passagen des Euphoniums im lyrischen Teil (Martin Sommer) und der Piccolo-Trompete (Philipp Groner), sowie des Saxophon-Registers und der Oboe.

Dieser großen Kunst folgte nach der Pause der „Musical“-Teil des Konzertes. Dass Unterhaltung auch Platz bei einem Orchester der Kunststufe hat, bewies die Bläserphilharmonie mit den bekannten Melodien aus „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber, „Out of Africa“ von John Barry und Jim Steinmanns „Tanz der Vampire“. Sichtlich gelöst und voller Freunde an den allseits bekannten Werken, riss das Orchester das Publikum auch in der zweiten Konzerthälfte mit.
Mit den Zugaben „Yagi-Bushi“, einem japanischen Volkslied und einem Auszug aus „Tanz der Vampire“ bedankte sich das Orchester für den nicht abreißenden Applaus und die stehenden Ovationen.