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Schwäbische.de: 72 junge Musiker begeistern Publikum

Ehingen. Eine herausragende Leistung hat das Jugendblasorchester des Kreisverbands Ulm/Alb-Donau am Sonntag bei seinem Jahreskonzert in der Ehinger Lindenhalle erbracht.

Von Kurz Efinger, sz, 13.04.2015

In Höchstform präsentierten sich 72 Könner auf ihren Instrumenten unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Franco Hänle. Mit dabei waren die besten Jungmusiker aus den Kreisverbandsvereinen Allmendingen, Blaubeuren, Blaustein, Dächingen, Dietenheim, Dornstadt, Ehingen, Emerkingen, Ennabeuren, Frankenhofen, Griesingen, Grötzingen, Hochsträß, Illerrieden, Kirchbierlingen, Merklingen, Munderkingen, Oberdischingen, Öpfingen, Reutlingendorf, Ringingen, Rißtissen, Schelklingen, Schmiechen, Unterstadion, und dazu einige von der Jungen Bläserphilharmonie Ulm, von Neu-Ulm, Illertissen, Wain, Wullenstetten und Zwiefaltendorf.

Mit dem von Nicolai Rimsky-Korsakow 1889 als Teil des Opernballetts Mlada komponierten Einzug der Adligen startete das Programm in wahrhaft feierlicher Weise. Das „russische Blech“, dessen Klang Landesblasorchesterchef Björn Bus kürzlich beim Dirigententag hervorhob, kam strahlend zur Wirkung. Präzision und Transparenz bestimmten den Ablauf des spannenden musikalischen Geschehens.

Mit dynamischem Elan und bestechend lockerer Gestik steuerte Franco Hänle das Orchester durch die fließende Melodik der „Almavar-Overture“ von James Barnes. Ganz auf orchestralen Wohlklang setzte er bei der Entfaltung der betörenden Harmonie in „Hymne à la musique“ des französischen Komponisten und Rompreisträgers Serge Lancen.

Duftige Leichtigkeit bestimmte den ersten Satz „Seventeen Come Sunday“ der von Ralph Vaughan Williams für Militärorchester komponierten „English Folk Song Suite“. Die Oboen gaben beim Intermezzo „My Bonny Boy“ den Ton an. Helle Flöten brachten sich bei„Folk Songs from Somerset“ins Spiel.

Mitreißend akzentuierendes Blech beherrschte den Rhythmus in dem von Reveriano Soutullo nach seiner galizischen Heimatstadt „Puenteareas“ benannten Paso Doble. Arabischen Schalmeienklang imitierte die Oboe in der symphonischen Episode „Almansar“ von Ferrer Ferran. Nach spanisch Kalifornien entführte am Ende „El Camino Real“ von Alfred Reed.

„Bei diesem Konzert ist mir ein Wort eingefallen: atemberaubend“, beschrieb der vormalige Kreisverbandsvorsitzende Karl Glöckler seinen Eindruck vom Spiel der hinreißend musizierenden Elite . „Lieber Karl, für alles, was du für uns getan hast“ würdigte Orchestersprecher David Baur Glöcklers langjährige Förderung des auf sein Betreiben vor 16 Jahren gegründeten Orchesters mit Blumen und ließ den so Geehrten zum finalen Kreismarsch den Takt schlagen.